Freitag, 10. Mai 2013

Löchriger Mutant

Grundlegender Plan war ein längeres Top für Lagenlook.
Gestrickt aus 350g Baumwollgarn (105m/50g) in Schwarz mit extragrossem Lochmuster.



Und damit es schön weich fällt hab ich auch noch extra dicke Nadeln Nr. 6 dafür verwendet. Die grossen Löcher sind schnell eingefangen und so hab ich dieses Projekt während der Trocknungszeit vom Leinen-Pullöverchen gestrickt.



Gestrickt, zusammen genäht und gewaschen ist mein Top aber zu einem löchrigen Kleid mutiert. Nicht ganz meiner Vorstellung entsprechend ausgefallen, werd ich wohl noch einen Versuch starten müssen.



Die Grundform mag ich und werde ich leicht abgeändert nochmals versuchen. Dann aber sicher kleiner.

Was macht ihr mit solchen Flops?
Aufribbeln?
Verschenken?
In die Ecke verbannen?

Dienstag, 7. Mai 2013

Gebändigte Bahnen

Ich kann nicht nur einpacken, Möbel auseinanderschrauben und putzen. So ganz ohne Strickerei hab ich es nicht ausgehalten. Ergo hab ich eine meiner Bananenschachteln wieder geöffnet und auch die Stricknadeln wieder ausgepackt.

Viele, viele Kordeln,



die in breite Bahnen mit Rollkante übergehen
und zusammen genäht noch mit einer Häkelborte versehen wurden.



Inspiriert von nordischen Designs, die ich so gerne mag in ihrer schlichten und doch sehr raffinierten Art.

Voilà mein neuestes Werk:



Das Stricken der Streifen war keine aufwendige Sache, ideal zur Entspannung abends, dafür gabs etwas mehr Näharbeit. Aber die macht mir ja nix aus.
I-Cord stricken dagegen war unmöglich mit dem unelastischem Leinengarn. Deshalb hab ich, statt mühsam alles einzeln nachzuziehen, sämtliche Bändel mit Nadelspiel rund gestrickt. Das war vielleicht ein Kampf, dass mir dabei nicht dauernd die Nadeln raus gefallen sind... Verstrickt mit Nadeln Nr. 4 hab ich 13 Knäuel Lin von Drops (50g/120m) gebraucht, das Pullöverchen wiegt etwas über 600g und ich liebe es jetzt schon.



Weniger begeistert bin ich von der Lin. Fusseln ohne Ende, nicht nur beim stricken. So viele rote Fusseln eingeatmet, dass eigentlich schon fast ein Atemschutz angebracht gewesen wär, alles rund um meine Strickecke war dick rot eingestaubt. Das Waschen hat leider zu noch mehr Fusselei geführt. Bei der von mir selber gefärbten Tunika dachte ich ja, dass ich selber schuld sei, da die Färbung in der Waschmaschine nicht gerade eine schonende Prozedur war. Liegt aber wohl doch eher an der Garnqualität. Das Fusseln hat bei der Tunika aufgehört, hoffentlich verhält sich das Pullöverchen auch so.
Ich mag gar nicht dran denken, dass ich davon noch mehr an Lager habe...

Montag, 22. April 2013

Knöpfe machen Leute

Beim 3. Stricktreffen-Wollefest in Wallau 2013 wurde ein sehr spezieller kreativer Workshop angeboten.



Cloclo hat viel Zeit investiert und vielfältige Ideen entwickelt wie Strickerin ihre Werke mit den perfekten Knöpfen abrunden kann. Was für eine Vielfalt möglich ist hat sich bereits mit den Workshop-Teilnehmerinnen gezeigt: mit viel Eifer und Elan sind ganz tolle Knöpfe und Verschlusslösungen entstanden.



Nein, ich war leider nicht dabei. Durfte aber Cloclo moralisch unterstützen bei den Vorbereitungen und hab heute erfahren, dass die Teilnehmer total begeistert und sehr sehr fleissig waren, tolle Ideen entstanden sind, ja sogar fertige Strick-Werke mitgenommen und gleich an Ort und Stelle vollendet wurden!

Nun bin ich ja nicht die Einzige, die nicht live dabei sein konnte. Aber auch an uns hat Claudine gedacht! Den Workshop gibts nämlich nun auch virtuell, damit wirklich jede Strickerin sich kreativ austoben kann.



Auf Ravelry ist das 20-seitige (!) ebook in pdf-Form zu finden.
Ich habs mir schon ausgedruckt. Wie blöde, dass meine Wolle und Garne, meine Nadeln und ach überhaupt meine ganzen Sächelchen in den Bananenkisten auf ihre grosse Reise harren. Wie gerne würd ich gleich loslegen und Knöpfe stricken/häkeln/nähen... *seufz*

In der Blogger-Welt und/oder auf Ravelry begegnen mir sicherlich bald ganz viele und schöne Knöpfe und Verschlüsse. Lassen sich doch auf diese Weise wunderbar Garn- und Wollresten, tolle Perlen und viel mehr in einzigartige und unbezahlbare Accessoires verwandeln.

Na, kribbelts schon in den Fingern?

Samstag, 20. April 2013

Sag mir wo die Sonne ist...

...wo ist sie geblieben?

Als ich heute Morgen die Vorhänge öffnete, ist mir kurz die Luft weg geblieben. Das kann ja wohl nicht wahr sein?



Okay, Schnee im April ist keine Seltenheit. Aber erst grad haben wir endlich geschwitzt bei 28° und nun herrschen schlagartig wieder Minustemperaturen und dazu kam auch noch so viel Schnee runter.
Aber wo ist die Sonne denn schon wieder hin?

Schuld ist diesmal nicht Frau Holle, auch nicht der Gärtner wars. Nein, der Bäcker ist der Übeltäter! Eingesperrt in eine Zellophantüte fand mein Liebster dort die arme Sonne!



Er hat sich ihrer erbarmt und sie mitgebracht.
Und deshalb scheint sie jetzt wenigsten hier.



Nun ja, nicht wirklich am Himmel, aber in meinem Bauch, hihi.
Bin ich jetzt ein Sonnenkind? Ein sonniges Gemüt?
Wie auch immer, lecker hat sie geschmeckt, die Meringue-Sonne.

Ist bei euch auch der Winter wieder zurück gekommen und bedeckt die blühenden Sträucher mit Schnee? Lässt die armen Insekten fressenden Vögel hungern? Ziehen Nebelschwaden übers Land?

Hallo Frühling, wo bleibst du? Beeil dich, sonst überrundet dich am Ende noch der Sommer!

Sonntag, 14. April 2013

Hungriges Sofa...

Habt ihr euch schon mal gefragt wo sich eure Stricknadeln, Maschis und Co. eigentlich wiederfinden, nachdem sie sich auf unerklärliche Weise entmaterialisiert haben? Also ich schon!

Unser Sofa war reif zur Schlachtung...



...eine im wahrsten Sinne aufschlussreiche Arbeit. Sehr spannend was da alles an Material verarbeitet wird.

Noch ergiebiger waren aber die archeologischen Grabungen.



Das ist meine Ausbeute!
Ich glaub, ich muss mal mit Möbeldesignern und -konstrukteuren ein ernstes Wörtchen reden. Das kann ja wohl nicht angehen, dass mein Sofa meine Werkzeuge verschluckt.

Sind eure Polstermöbel auch so hungrig?